Custom MCP Server
Integration eigener MCP Server für erweiterte Funktionalitäten
Mit Custom MCP Servern kannst Du eigene Funktionalitäten in MeinGPT integrieren. Verbinde Deinen Server über eine URL und erweitere die Fähigkeiten Deiner Assistenten.
Für interne bzw. On-Premise-Systeme nutze das übergreifende Muster On-Premise Connections.
Achtung
Für Compliance-/Regulierungszwecke: Ob Custom MCP Server in Deiner Organisation grundsätzlich erlaubt sind, entscheidet Dein Workspace-Admin zentral unter Settings → Wissen & Integrationen → Konnektoren (Schalter „Eigene MCP"). Ist diese Capability dort deaktiviert, kannst Du zwar weiterhin einen eigenen MCP-Server unter Einstellungen → Verbindungen anlegen und speichern, er wird aber serverseitig aus jedem Chat entfernt und lässt sich nicht ausführen. Details zur Rangfolge der Tool-Rechte: Tool-Zugriffsrichtlinien.
Server-Konfiguration
Um einen Custom MCP Server zu integrieren, benötigst Du eine Endpunkt-URL. Es gibt zwei Transportmöglichkeiten:
HTTP Streaming (Empfohlen)
https://ihr-server.com/mcp
Diese Methode nutzt HTTP Streaming für eine effiziente Echtzeit-Kommunikation.
Server-Sent Events (SSE)
https://ihr-server.com/sse
Alternative Methode mit Server-Sent Events für die Kommunikation.
Server-Integration
Es gibt zwei Wege, einen Custom MCP Server hinzuzufügen:
Über die Verbindungen-Einstellungen
Öffne Einstellungen → Verbindungen, gehe zum Abschnitt Eigene MCP-Server und klicke auf MCP-Server hinzufügen. So angelegte Server stehen Dir in allen Deinen Assistenten zur Verfügung.
Direkt im Assistenten-Editor
Öffne die Tools-Konfiguration eines Assistenten und wechsle zum Tab Custom MCP. So hinzugefügte Server sind an diesen Assistenten gebunden.
Beide Wege führen zum selben Formular.
Felder im Formular
| Feld | Was Du einträgst |
|---|---|
| Name | Pflichtfeld, höchstens 120 Zeichen. So heißt der Server in Deinen Verbindungen, z. B. „Produkt-Katalog-API". |
| URL | Pflichtfeld. Die vollständige Adresse des MCP-Endpunkts mit https://, meist auf /mcp; SSE-Endpunkte (/sse) funktionieren ebenfalls. |
| Autorisierung | Wie sich MeinGPT beim Server anmeldet: Keine, OAuth: automatisch registrieren (DCR) oder OAuth: eigener Client. Bei einem neuen Server ist OAuth: automatisch registrieren (DCR) vorausgewählt. Welche Variante zu Deinem Server passt, steht unter Welche Anmeldung passt zu welchem Server?. Bei OAuth: eigener Client erscheinen weitere Felder, siehe Manueller OAuth-Client einrichten. |
| Signierte Nutzeridentität | Schalter im Bereich Wird bei jeder Anfrage mitgeschickt, standardmäßig aus. Ist er an, sendet MeinGPT bei jedem Aufruf zusätzlich einen signierten Token mit der Identität der aufrufenden Person (siehe Signierte Nutzeridentität). |
| Eigene Header | Optional, ebenfalls im Bereich Wird bei jeder Anfrage mitgeschickt. Feste Werte, die der Server bei jedem Aufruf braucht, etwa ein API-Key oder eine Mandanten-ID. Über Header hinzufügen legst Du je ein Paar aus Schlüssel (Header-Name) und Wert an. MeinGPT speichert die Werte verschlüsselt. |
Authentifizierungsoptionen
Custom MCP Server unterstützen drei unabhängige Authentifizierungsmechanismen: statische Header, Autorisierung (OAuth) und JWT Identity Forwarding. Du kannst sie kombinieren, beachte aber den Abschnitt „Priorität" weiter unten, wenn mehrere denselben Header betreffen.
Welche Anmeldung passt zu welchem Server?
| Dein Server … | Das stellst Du ein | Wer meldet sich an? |
|---|---|---|
| braucht keine Anmeldung | Autorisierung: Keine, keine Header | Niemand. |
| ist durch einen festen API-Key oder ein festes Token geschützt | Autorisierung: Keine und der Schlüssel unter Eigene Header | Niemand. Alle, die den Server über einen Assistenten nutzen, arbeiten mit demselben Token (siehe Server für Kolleginnen und Kollegen freigeben). |
| verlangt eine OAuth-Anmeldung und kann MeinGPT selbst registrieren | OAuth: automatisch registrieren (DCR) | Jede Person mit dem eigenen Konto im Ziel-System. |
| verlangt eine OAuth-Anmeldung, bietet aber keine automatische Registrierung | OAuth: eigener Client; Client-ID und Client-Secret aus der Admin-Konsole des Ziel-Systems | Jede Person mit dem eigenen Konto. Den Client registrierst Du einmal. |
| soll wissen, welche Person gerade fragt | zusätzlich der Schalter Signierte Nutzeridentität | Niemand. MeinGPT hängt die Identität automatisch an jede Anfrage. |
Ob ein Server OAuth und die automatische Registrierung unterstützt, steht in dessen Dokumentation oder beim Betreiber.
Statische Header
Füge in der MCP-Server-Konfiguration einen oder mehrere eigene HTTP-Header hinzu (z. B. Authorization: Bearer <dein-token>) unter Eigene Header. Nutze dies für Server, die durch einen statischen API-Key geschützt sind, oder durch ein statisches Token am Rand (z. B. eine WAF oder ein Reverse Proxy vor deinem MCP-Endpunkt).
Autorisierung
Das Feld Autorisierung in der MCP-Server-Konfiguration bietet drei Modi:
- Keine – keine Anmeldung, oder die Header unten tragen bereits die Zugangsdaten.
- OAuth: automatisch registrieren (DCR) – MeinGPT registriert sich selbst beim Server; jede Person meldet sich mit dem eigenen Konto an. Funktioniert mit den meisten Servern.
- OAuth: eigener Client – für Server ohne automatische Registrierung. Registriere MeinGPT einmal in deren Admin-Konsole (Client-ID, Client-Secret, Authorization-Endpunkt, Token-Endpunkt, Authentifizierung am Token-Endpunkt); jede Person meldet sich danach mit dem eigenen Konto an.
Manueller OAuth-Client einrichten
Wählst Du OAuth: eigener Client, klappen zusätzliche Felder auf. Die Werte dafür stammen aus der Admin-Konsole des Ziel-Systems, in der Du MeinGPT einmal als OAuth-Anwendung registrierst.
Die Redirect-URL, die Du dort einträgst, lautet:
https://<deine-MeinGPT-Adresse>/oauth/callback
Auf der MeinGPT-Cloud ist das https://app.meingpt.com/oauth/callback. Betreibst Du MeinGPT unter einer eigenen Domain, nimm diese Adresse mit demselben Pfad. Ohne exakt eingetragene Redirect-URL bricht der Server die Anmeldung ab.
Danach füllst Du in MeinGPT diese Felder:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Client-ID | Die ID der Anwendung, die Du im Ziel-System angelegt hast. Pflichtfeld. |
| Client-Secret | Das zugehörige Secret. Pflichtfeld – außer bei Öffentlicher Client. Beim späteren Bearbeiten kannst Du das Feld leer lassen, um das gespeicherte Secret zu behalten. |
| Authorization-Endpunkt | Die Adresse, auf die MeinGPT die Anmeldung leitet, z. B. https://dein-server.de/oauth/authorize. Muss https sein. |
| Token-Endpunkt | Die Adresse, an der MeinGPT den Code gegen ein Token tauscht, z. B. https://dein-server.de/oauth/token. Muss https sein. |
| Authentifizierung am Token-Endpunkt | Wie MeinGPT sich am Token-Endpunkt ausweist: Client-Secret (im Body) (Standard), Client-Secret (Basic-Header) oder Öffentlicher Client (keine Authentifizierung). Welche Variante gilt, steht in der Doku des Ziel-Systems; im Zweifel zuerst den Standard probieren. |
| Scope (optional) | Durch Leerzeichen getrennte Scopes, die MeinGPT anfordern soll. Leer lassen, um es dem Server zu überlassen – nötig ist das nur bei Servern, die keinen Scope selbst aushandeln (OpenProject verlangt z. B. mcp). Achte darauf, dass der gewählte Scope auch die Tool-Auflistung/-Discovery abdeckt, nicht nur einzelne Aktionen – manche Anbieter trennen beides in unterschiedliche Scopes. Welcher Scope dafür nötig ist, steht in der Admin-Doku des Ziel-Systems; ein zu enger Scope äußert sich im Chat meist als die Warnung „Einige Tools konnten nicht geladen werden" (siehe unten). Manche Server stellen nur dann ein Refresh Token aus, wenn Du zusätzlich einen bestimmten Scope wie offline_access explizit anforderst – ohne ihn läuft die Verbindung beim Ablauf des Tokens ab und muss manuell neu verbunden werden (siehe Fehlerbehebung unten). |
Tipp
Veröffentlicht der Server seine OAuth-Metadaten, liest MeinGPT beim Öffnen des Formulars die Endpunkte aus und trägt sie vor. Du siehst dann den Hinweis „Die Endpunkte unten wurden vom Server gelesen" und musst nur noch Client-ID und Secret ergänzen. Steht stattdessen „Dieser Server kann MeinGPT selbst registrieren", brauchst Du den manuellen Client nicht – nimm OAuth: automatisch registrieren (DCR).
Die Zugangsdaten hängen an genau diesem Connector, nicht an der URL. Zwei Personen können denselben Server mit unterschiedlichen OAuth-Anwendungen anlegen, ohne sich gegenseitig zu überschreiben.
Das Wählen eines OAuth-Modus allein öffnet noch kein Autorisierungsfenster. Wie bei anderen Connectoren (siehe Connectoren aktivieren) startet der OAuth-Ablauf erst, wenn MeinGPT den Server tatsächlich verwenden will – also wenn Du im Chat mit dem Assistenten eine Anfrage stellst, für die er das Tool aufruft. Du bekommst dann im Chat eine Aufforderung mit einer Verbinden-Schaltfläche; erst ein Klick darauf öffnet die Autorisierungsseite des MCP-Servers. Alternativ kannst Du die Verbindung ohne Chat manuell auslösen: Öffne Einstellungen → Verbindungen, suche den Connector und klicke dort auf Verbinden. Ein vollständiges Beispiel mit Screenshots findest Du unter Mit n8n MCP verbinden.
Achtung
Fehlermeldung „OAuth is disabled for this MCP URL": Die Autorisierung gilt pro Person und pro eigener Connector-Instanz, nicht global für die MCP-URL. Wenn Du diesen Fehler beim eigenen Verbindungsversuch siehst, obwohl OAuth für eine andere Person (z. B. den Ersteller des Connectors) funktioniert, steht die Autorisierung bei Deiner eigenen Verbindung (noch) auf Keine. Öffne die Connector-Konfiguration unter Einstellungen → Verbindungen, wähle dort OAuth: automatisch registrieren (DCR) oder OAuth: eigener Client und verbinde erneut. Steht dort keine eigene Konfiguration zur Verfügung, lege den Custom MCP Server mit denselben Verbindungsdaten (URL, ggf. Header) einmal selbst neu an und wähle dabei explizit einen OAuth-Modus.
Priorität
Wenn Du sowohl einen statischen Authorization-Header konfigurierst als auch die Autorisierung auf einen OAuth-Modus setzt und die Verbindung erfolgreich zustande kommt, übernimmt OAuth den Authorization-Header — Dein statischer Wert wird dann nicht gesendet. Beide Optionen schließen sich in der Konfigurationsoberfläche nicht gegenseitig aus; setze daher nicht beide für denselben Server, es sei denn, OAuth soll nach erfolgreicher Verbindung Vorrang haben. JWT Identity Forwarding ist davon nicht betroffen, da es im separaten Header X-meinGPT-JWT gesendet wird (siehe unten).
Das Formular weist Dich direkt darauf hin: Sobald ein Header Authorization heißt (Groß-/Kleinschreibung egal) und die Autorisierung nicht auf Keine steht, erscheint unter der Header-Zeile in Rot „OAuth setzt diesen Header selbst. Dieser Wert wird ignoriert.“ Speichern kannst Du trotzdem — der Hinweis blockiert nichts, denn derselbe Header ist ja legitim, sobald Du zurück auf Keine wechselst. Siehst Du ihn, hast Du die Wahl: Autorisierung auf Keine setzen, um mit dem Header zu authentifizieren, oder den Header löschen und OAuth die Arbeit machen lassen.
Server für Kolleginnen und Kollegen freigeben
Ein eigener MCP-Server gehört zunächst nur Dir: Er taucht unter Einstellungen → Verbindungen in Deinem Konto auf, und niemand sonst sieht ihn. Es gibt keine Freigabe direkt am Server – der Weg führt über einen Assistenten.
Wie sich die Verbindung danach für Deine Kolleg:innen verhält, hängt von der Authentifizierungsart ab:
- Statischer Header (fester Token / API-Key): Die Verbindung wirkt wie eine gemeinsame, zentrale Verbindung. Sobald Du den Server mit statischem Header zu einem Assistenten hinzufügst, nutzen alle berechtigten Nutzer:innen desselben Assistenten automatisch diesen Token mit – ohne eigene Einrichtung oder Anmeldung. Du stellst damit faktisch das gemeinsame „Service-Konto" für alle bereit. Beachte: Alle agieren dann mit denselben Berechtigungen dieses Tokens; wähle ihn deshalb so eng wie möglich auf das, was tatsächlich gebraucht wird.
- OAuth: Hier authentifiziert sich jede Person einzeln, wie im folgenden Ablauf beschrieben.
- JWT Identity Forwarding: Wird automatisch an jede Anfrage angehängt, für wen auch immer den Assistenten gerade nutzt – dafür ist keine eigene Einrichtung, Anmeldung oder ein Verbinden-Schritt nötig. Das funktioniert unabhängig von und zusätzlich zu den beiden anderen Mechanismen: Ob JWT aktiviert ist, ändert nichts daran, ob zusätzlich eine persönliche OAuth-Anmeldung erforderlich ist.
Server an einen Assistenten hängen
Öffne die Tools-Konfiguration eines Assistenten und aktiviere dort Deinen MCP-Server.
Den Assistenten teilen
Teile den Assistenten mit einem Team oder der ganzen Organisation (siehe Assistenten). Mit dem Assistenten wird auch der Server erreichbar.
Bei OAuth: Jede Person meldet sich selbst an
Beim ersten Tool-Aufruf im Chat erscheint eine Verbinden-Schaltfläche. Jede Person durchläuft den OAuth-Ablauf mit dem eigenen Konto im Ziel-System und sieht dort nur, was sie auch sonst sehen darf. Deine Anmeldung wird nicht weitergegeben.
Bei OAuth gilt zusätzlich: Nach dem Verbinden erscheint der Server auch bei Deinen Kolleginnen und Kollegen unter Einstellungen → Verbindungen, dort mit dem Abzeichen Geteilt. Solche Einträge sind schreibgeschützt: URL, Header und Autorisierung lassen sich nicht ändern und der Eintrag nicht löschen – möglich ist nur Trennen, was die eigene Anmeldung widerruft. Konfiguration und Löschen bleiben bei der Person, die den Server angelegt hat.
Bei einem manuellen OAuth-Client gilt das genauso: Die eine hinterlegte Client-ID mit Secret ist die Registrierung von MeinGPT beim Ziel-System – sie ist kein Nutzerkonto und gibt keine Daten frei. Wer den Assistenten nutzt, meldet sich damit trotzdem persönlich an.
Hinweis
Steht die Autorisierung des Servers auf Keine, entfällt Schritt 3 oben: Es gibt keine persönliche Anmeldung, an die ein „Verbunden"/„Nicht verbunden"-Status gebunden sein könnte. Sobald der Server über den Assistenten erreichbar ist, können ihn alle Personen mit Zugriff auf den Assistenten nutzen – mit denselben statischen Zugangsdaten (falls konfiguriert). Zeigt ein solcher Server dennoch Probleme, liegt es nicht an einer fehlenden persönlichen Anmeldung, sondern an Erreichbarkeit oder Konfiguration des Servers selbst (siehe „Warnung 'Einige Tools konnten nicht geladen werden'" unten).
Beispiel: OpenProject verbinden
OpenProject bietet einen MCP-Server, aber keine automatische Client-Registrierung – ein typischer Fall für den manuellen OAuth-Client. Der MCP-Server ist ein Enterprise-Add-on von OpenProject und muss dort freigeschaltet sein.
In OpenProject eine OAuth-Anwendung anlegen
Gehe zu Administration → Authentifizierung → OAuth-Anwendungen und lege eine neue Anwendung an. Trage als Redirect URL https://app.meingpt.com/oauth/callback ein (bzw. Deine eigene MeinGPT-Adresse mit diesem Pfad), wähle den Scope mcp und markiere die Anwendung als Confidential. Notiere Dir Client ID und Client secret – das Secret wird nur einmal angezeigt.
In MeinGPT den Server anlegen
Öffne Einstellungen → Verbindungen → Eigene MCP-Server → MCP-Server hinzufügen. Als URL trägst Du https://deine-openproject-instanz.de/mcp ein.
Autorisierung konfigurieren
Setze Autorisierung auf OAuth: eigener Client und fülle:
- Client-ID und Client-Secret aus Schritt 1
- Authorization-Endpunkt:
https://deine-openproject-instanz.de/oauth/authorize - Token-Endpunkt:
https://deine-openproject-instanz.de/oauth/token - Authentifizierung am Token-Endpunkt: Client-Secret (im Body)
- Scope:
mcp
Speichern.
Verbinden und testen
Klicke in der Zeile des Connectors auf Verbinden, melde Dich in OpenProject an und bestätige den Zugriff. Danach kannst Du den Server an einen Assistenten hängen und im Chat nach Arbeitspaketen fragen. OpenProject stellt über MCP derzeit nur lesende Werkzeuge bereit.
Signierte Nutzeridentität (optional)
Das übergreifende Konzept ist hier dokumentiert: JWT Identity Forwarding.
Für eigene MCP-Server kannst Du in der MCP-Konfiguration den Schalter Signierte Nutzeridentität aktivieren. Wenn aktiv, sendet MeinGPT bei jedem Request zusätzlich:
X-meinGPT-JWT: <signed-jwt-token>Der Token enthält u. a. folgende Claims:
sub(User-ID)emailusernameaud(Organization-ID)organizationNameroleteams
Wenn Du den Token serverseitig verifizieren möchtest, nutze die zentrale Doku: JWT Identity Forwarding oder Security & Authentication Proxy.
Best Practices
- Sicherheit: Verwende HTTPS für alle Server-Verbindungen
- Monitoring: Überwache die Server-Performance und -Verfügbarkeit
- Fehlerbehandlung: Implementiere Fallback-Optionen für Serverausfälle
- Dokumentation: Dokumentiere Server-spezifische Funktionen und Parameter
Fehlerbehebung
Fehler „Invalid state parameter" oder „OAuth flow expired" beim Verbinden
Beim Klick auf Verbinden startet MeinGPT eine Autorisierung, die 10 Minuten gültig ist und nur einmal verwendet werden kann. Dauert die Anmeldung beim Ziel-System länger (z. B. wegen einer Freigabe durch eine Administratorin oder einen Administrator, MFA oder einem offenen Tab), oder rufst Du die Rückkehr-Seite ein zweites Mal auf (Neuladen, Zurück-Schaltfläche, Link erneut öffnen), lehnt MeinGPT die Anmeldung mit „Invalid state parameter" oder „OAuth flow expired" ab. Die Verbindung kann dabei trotzdem schon gespeichert worden sein; ein Schaden ist nicht entstanden.
So gehst Du vor:
- Öffne Einstellungen → Verbindungen und prüfe, ob der Connector bereits als Verbunden angezeigt wird. Dann ist nichts weiter zu tun.
- Schließe sonst das alte Autorisierungsfenster bzw. den alten Tab.
- Suche den Connector in Einstellungen → Verbindungen und klicke erneut auf Verbinden (oder stelle im Chat noch einmal eine Anfrage, die das Tool nutzt).
- Schließe die Anmeldung beim Ziel-System innerhalb von 10 Minuten ab und lass die Seite danach in Ruhe, bis MeinGPT sie weiterleitet.
Muss die Freigabe im Ziel-System durch eine andere Person erfolgen, kläre diese zuerst und starte die Verbindung erst danach.
Warnung „Einige Tools konnten nicht geladen werden"
Erscheint diese Warnung unter einer Chat-Antwort, ließ sich mindestens ein für den Chat aktiver Konnektor – ein Custom MCP Server oder ein fertiger Konnektor wie Make – beim Start der Anfrage nicht laden. Das ist ein anderer Fehlerfall als ein fehlgeschlagener Tool-Aufruf (siehe unten): Es wurde noch kein Tool aufgerufen, deshalb gibt es keine aufklappbare Tool-Aufruf-Kachel im Chat.
Die zweite Zeile der Warnung nennt den betroffenen Konnektor, zum Beispiel „Fehlgeschlagene Tools: Make“. Den Grund zeigt MeinGPT im Chat nicht an; er lässt sich derzeit nur in den Backend-Logs nachvollziehen. Prüfe zuerst selbst:
- Verbindungsstatus: Öffne Einstellungen → Verbindungen und sieh nach, ob der betroffene Konnektor dort noch als „Verbunden“ geführt wird. Bei OAuth-Servern (automatisch registriert oder eigener Client) löscht MeinGPT die gespeicherten Zugangsdaten automatisch, wenn ein Token abgelaufen ist und sich nicht erneuern lässt (z. B. weil der Server kein Refresh Token ausstellt oder das Refresh selbst fehlschlägt) – der Konnektor steht dann wieder auf „Nicht verbunden“, und ein Klick auf Verbinden meldet Dich neu an. Fehlt dem angeforderten Scope das für Refresh Tokens nötige Element (häufig
offline_accessoder ein Server-spezifisches Äquivalent), tritt dieser Fall regelmäßig ein – ergänze den Scope in der Connector-Konfiguration entsprechend. Dieser Zustand zeigt sich im Chat nicht zwingend als Fehlermeldung: Der Assistent ruft das Tool dann einfach nicht mehr auf und weicht stattdessen z. B. auf eine manuelle Nachfrage aus, statt die abgelaufene Verbindung sichtbar zu melden. - Erreichbarkeit und Antwortzeit: Ist die MCP-URL von MeinGPT aus erreichbar (kein interner Hostname ohne On-Premise Connections, kein abgelaufenes TLS-Zertifikat)? MeinGPT wartet für Verbindungsaufbau und Tool-Liste insgesamt höchstens 30 Sekunden; ein langsamerer Server gilt als fehlgeschlagen.
- Umfang der Tool-Liste: Ein Server wird komplett übersprungen, wenn er mehr als 100 Tools meldet, die Tool-Liste auf mehr als 20 Seiten verteilt ist, die Tool-Definitionen größer als 1 MB sind, aus mehr als 10.000 Einzelelementen bestehen oder tiefer als 64 Ebenen verschachtelt sind. Gezählt wird jeder einzelne Wert der Definitionen – Objekte, Listen, Texte, Zahlen –, nicht nur jedes Tool: Ein Parameter mit Typ und Beschreibung ergibt mehrere Einzelelemente. Wenige, sehr ausführlich beschriebene Tools können diese Grenze daher erreichen, obwohl weder 100 Tools noch 1 MB überschritten sind. Bei der Tiefe zählen die Tool-Liste selbst und jedes Tool bereits als Ebene. Über alle aktiven Server eines Chats gilt zusätzlich eine Obergrenze von 2 MB bzw. 20.000 Einzelelementen für Tool-Definitionen; ein Server, der sie überschreiten würde, wird übersprungen. Lässt sich beim Server auswählen, welche Tools oder Szenarien er anbietet, reduziere sie auf die, die Du brauchst.
- Abgelehnte Tools: Hat ein einzelnes Tool eine Definition, die MeinGPT oder das gewählte Modell nicht verarbeiten kann (z. B. ein nicht unterstütztes Eingabeschema oder ein doppelt vorkommender Tool-Name), wird dieses Tool ausgelassen. Die übrigen Tools des Servers werden trotzdem geladen, die Warnung erscheint aber dennoch.
- Bei manuellem OAuth-Client: Stimmen Token-Endpunkt, Authentifizierung am Token-Endpunkt und Scope noch mit der Admin-Konsole des Ziel-Systems überein? Wurde die Client-Registrierung dort zwischenzeitlich widerrufen oder das Secret rotiert? Deckt der angeforderte Scope auch die Tool-Auflistung (Discovery) ab, nicht nur einzelne Tool-Aufrufe – ein zu eng gefasster Scope ist eine der häufigsten Ursachen für diese Warnung bei manuell konfigurierten Servern.
Erneutes Verbinden behebt die letzten drei Punkte nicht. Hast Du bereits neu verbunden und die Warnung bleibt, liegt die Ursache meist nicht an der Anmeldung. Wende Dich dann mit Organisationsname, dem Konnektor-Namen aus der Warnung und dem ungefähren Zeitpunkt eines Chats mit der Warnung an den Support – der genaue Fehler ist aktuell nur über die Backend-Logs einsehbar, nicht über die Nutzeroberfläche.
Lehnt ein MCP-Server eine Anfrage mit 401/403 oder einem authentifizierungsbezogenen Fehler ab, prüfe zuerst, welcher Auth-Mechanismus die Anfrage tatsächlich gesendet hat: Öffne Einstellungen → Verbindungen und schau Dir den Status des Connectors an. Steht er auf „Verbunden", ist OAuth aktiv und hat Vorrang vor einem konfigurierten statischen Authorization-Header (siehe „Priorität" oben) – setze die Autorisierung in der Connector-Konfiguration auf Keine, wenn Du stattdessen mit Deinem statischen Header authentifizieren möchtest, und verbinde anschließend erneut.
Schlägt ein Tool-Aufruf fehl, klicke im Chat auf die entsprechende Tool-Aufruf-Kachel, um sie aufzuklappen. Dort siehst Du die gesendete Anfrage (Request) sowie die Antwort bzw. Fehlermeldung Deines MCP-Servers im Klartext - das ist der schnellste Weg, um die Ursache eines fehlgeschlagenen Aufrufs zu identifizieren, ohne eigene Server-Logs durchsuchen zu müssen.
Große Tool-Ergebnisse: Kürzung und Seitenweise Nachladen
Liefert Dein MCP-Server eine sehr große JSON-Antwort (eine lange Liste von Datensätzen, ein großes Dokument o. Ä.), schickt MeinGPT nicht die komplette Antwort an das Modell. Jedes Tool-Ergebnis wird vor der Anzeige an das Modell auf ein Token-Budget gekürzt (standardmäßig 6.000 Token, etwa 24.000 Zeichen); die vollständige Antwort bleibt gespeichert, und das Modell kann den Rest selbst über das eingebaute Werkzeug expand_tool_result seitenweise nachladen. Dieses Nachladen ist unabhängig von einer eigenen Paginierung Deiner API (z. B. über offset/limit-Parameter) – wenn das Modell über expand_tool_result „Seite 2" liest, ist das nicht dasselbe wie eine zweite Seite der eigentlichen API-Ergebnisse. Werden beide Mechanismen verwechselt, führt das häufig zu falschen Gesamtzahlen oder scheinbar doppelten Datensätzen in der Antwort des Assistenten.
Außerdem entfernt MeinGPT eine kleine, feste Liste struktureller JSON-Schlüssel (z. B. _links, _expandable) aus jedem Tool-Ergebnis, bevor das Modell es sieht – bei den meisten angebundenen Systemen enthalten diese Schlüssel nur Navigationsmetadaten, keine fachlichen Daten. Legt die API Deines Servers dort jedoch tatsächliche Feldwerte ab – etwa bei einer HAL+JSON-API, bei der _links.status, _links.project, _links.type oder _links.assignee den lesbaren Namen eines Referenzfelds enthalten und nicht nur einen Link –, sind diese Werte für den Assistenten nicht sichtbar. Wirken Referenzfelder nur bei manchen Datensätzen „leer", oder behauptet der Assistent, Status/Verantwortliche/Projekt/Typ seien nicht gesetzt, obwohl Du sie in der Rohantwort der API siehst, solltest Du das prüfen: Lass Deinen MCP-Server (oder eine vorgeschaltete Projektion) diese Werte unter einem anderen Schlüsselnamen als _links zurückgeben, z. B. direkt am Datensatz (status_name, assignee_name, ...).
Um Kürzungen und Tokenverbrauch generell zu reduzieren, halte Tool-Antworten schlank: projiziere auf die Felder, die der Assistent tatsächlich braucht, statt das komplette Rohobjekt des Zielsystems zurückzugeben. Hinweise dazu findest Du unter MCP-Tools entwickeln.
Nächste Schritte
- JWT Identity Forwarding: das übergreifende Konzept hinter der signierten Nutzeridentität
- MCP Tooling bauen: eigenen MCP-Server mit FastMCP entwickeln, statt einen bestehenden anzubinden
- Verbindung zu n8n MCP: vollständiges Beispiel für einen Custom MCP Server mit OAuth